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Neues Feuerwehrhaus im Zeitplan

Von Tobias Woelki



Otterstedt. Die Vorfreude ist bereits riesig groß. Und sie wächst. Und sie wächst mit jedem Tag ein bisschen mehr. Die Freiwillige Feuerwehr Otterstedt sehnt sich bereits den Tag herbei, an dem sie in das neue Feuerwehrhaus einziehen kann. Denn derzeit entsteht ein neues Feuerwehrgerätehaus in der Straße Im Kaiserlichen. „Die Arbeiten gehen zügig voran“, strahlt Otterstedts Ortsbrandmeister Heiko Kruse.


Der Rohbau steht bereits, das Dach ist auch schon drauf. „Aktuell verlegen die Handwerker die Heizungsleitungen. Danach schüttet eine Firma den Estrich und wird der Hallenboden in der Fahrzeughalle verlegt“, schildert der Feuerwachenchef. Die Gemeinde entschied sich für ein Neubau des Feuerwehrgerätehauses, weil sie den Platz des jetzigen Feuerwehrhauses in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten und zur Grundschule dringend benötigt, um zwei Krippengruppen unterzubringen. Auch die Ortsfeuerwehr sah die Notwendigkeit dem Otterstedter Kindernachwuchs ein Zuhause anzubieten. Den Mannschaftsraum oberhalb der jetzigen Gerätehalle hat sie bereits vor geraumer Zeit abgetreten, in dem vor und nach der Corona-Zeit in der Krippengruppe Kinder fröhlich spielen. Eine zweite Kinderkrippe wird die Gemeinde in der jetzt genutzten Fahrzeughalle einrichten, die momentan „ausgelagert“ in Räumen in der Mühlenstraße untergekommen sind.


Bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück standen drei Standorte zur Auswahl. „Die Standortfrage war relativ schnell geklärt, da die Fläche in der Straße Im Kaiserlichen verfügbar war“, berichtet Kruse. Anfangs überlegte sich die Gemeinde das neue Feuerwehrhaus 20 Meter breit, 29 Meter tief, als Stahlkonstruktion im Bereich der Einstellplätze mit isolierten Platten zu bauen. Allerdings verzichtete die Gemeinde auf die Stahlbauweise. Stattdessen aus statischen und auch aus brandtechnischen Gründen verwendete die Bauverwaltung frei sichtbare Holzträger. Das neue Feuerwehrhaus entwarf am Reißbrett Diplom-Ingenieur Ingo Ruschmeyer aus Fintel, der im östlichen Altkreis Rotenburg einen ähnlichen Bau bereits konzipierte für eine Kommune in der Region Lauenbrück.


Nach Auflagen des Gemeindeunfallverbandes baut die Gemeinde in Posthausen genau das selbe Feuerwehrhaus. Wann die Baumaßnahme startet, ist noch unklar. Weil die Ortsfeuerwehr Posthausen drei Einstellplätze braucht, die Ortsfeuerwehr Otterstedt jedoch nur zwei, „haben wir die Planung mitübernommen, wobei in Otterstedt ein neuer Standort schneller gefunden wurde und der Bau beginnen konnte“, so der Ortsbrandmeister. Kruse: „Eine geänderte Planung wäre teurer gewesen. So fallen Kosten für Planung und statische Berechnungen nur einmal an. Vielleicht brauchen wir in Zukunft den dritten Einstellplatz.“ Von der Bauverwaltung begleitet Heiko Szczesny die Baumaßnahme. Mit dem Neubau entstehen die Fahrzeughalle, die beiden Umkleiden für Damen und Herren mit jeweils eigenem Waschraum und WC, eine Küche, ein Büro für den Ortsbrandmeister, einem Heizungsraum für die Heizungsanlage, einem Schulungs- und Gruppenraum sowie darüber einem Lager. Im rückwärtigen Bereich hat die Gemeinde die Grünanlagen und einen Parkplatz mit 26 Plätzen vorgesehen. „Die Arbeiten an der Außenanlage und die Montage der Außenbeleuchtung übernehmen Mitglieder der Ortsfeuerwehr. Wir als Ortsfeuerwehr freuen uns sehr über das neue Haus. Voraussichtlich im Juli oder im August können wir einziehen. Angedacht ist im Oktober die neuen Räume der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür zu zeigen“, schaut Heiko Kruse optimistisch in die Zukunft. Das Foto zeigt Heiko Kruse vor dem neuen Feuerwehrhaus.

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